Alles Schrott? - Sinn und Unsinn der Abwrackprämie
Fünf Milliarden Euro - so viel hat sie gekostet, die Abwrackprämie. Zwei Millionen Altautos wurden ihretwegen verschrottet, im Gegenzug zwei Millionen Autos neu gekauft. Die einen - wie Gebrauchtwagenhändler und Umweltschützer - haben die Prämie verflucht, die anderen - Neuwagenverkäufer und Autoproduzenten - haben sie euphorisch begrüßt.
Monatelang hielt das offiziell "Umweltprämie" genannte Staatsgeschenk die Deutschen in Atem: Vom Rätselraten über die Bedingungen im Winter 2008/2009 über den kollektiven Autokauftaumel im Februar und März, die Aufstockung der Prämie im April, den Ärger über die lange Bearbeitungszeit bei der Auszahlung im Sommer und das Ende des Abwrackbooms im September - das Thema offenbarte immer neue Facetten.
Inzwischen sind die fünf Milliarden Euro aus dem Steuertopf längst ausgegeben - was aber haben sie bewirkt? Darauf gibt die ZDF-Dokumentation "Alles Schrott? - Sinn und Unsinn der Abwrackprämie" Antworten.
Die Autoren Ralph Goldmann und Stefan Hanf haben bei Nutznießern wie Gegnern der Abwrackprämie recherchiert. Sie haben mit Autohändlern, Volkswirten und Psychologen gedreht und zeichnen die Ereignisse rund um die Abwrackprämie nach. Ihre Erkenntnis: Die Prämie hat die Probleme der Autobranche nicht gelöst, sondern ihr lediglich einen Aufschub auf Kosten der Steuerzahler verschafft. Die Prognose: 2010 wird das schwierigste Jahr in der Geschichte der deutschen Automobilindustrie.