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12. Februar 2012
 

Dokumentation

 
 
Rückblick: Dokumentation vom 18.11.2009
Arme Kinder in Kalkutta. Quelle: ZDF
Diese Kinder sind auf Hilfe von außen angewiesen.

Feiertage

Lasst uns nicht allein

Die Kinder von Kalkutta

Der Weg aus den Slums von Kalkutta hinüber ins Zentrum der Millionenstadt führt über die die Howrah-Bücke. Für den Hamburger Arzt Halgo Meyer-Hamme symbolisiert diese weltbekannte Brücke den Weg aus der Kinderarbeit - aus einer erbärmlichen Gegenwart in eine lebenswerte Zukunft.

 
 
 
 

Der 67-Jährige bekennende Christ setzt sich in Indien seit Jahren dafür ein, dass Kinder nicht mehr als Tagelöhner in der Textil- und Teppichindustrie oder in der Streichholzherstellung arbeiten müssen, sondern zur Schule gehen können. Dadurch haben sie Aussicht auf ein besseres Leben. "Viele von unseren Kindern, die wir heute unterstützen, werden später ihre eigenen Kinder zur Schule schicken. Bildung ist der Schlüssel zu einem besseren Verdienst."

Kinderarbeit in Indien. Quelle: ZDF
ZDF
Kinderarbeit: Eine alltägliche Sache in Kalkutta.

Geld zum Überleben

In Kalkuttas Kleinbetrieben arbeiten Tausende Kinder von morgens bis abends, oft sind es 70 Stunden in der Woche. Viele verdienen ihr Geld auch als Müllsammler, Straßenverkäufer oder durch Prostitution. Ihre Familien brauchen den Lohn zum Überleben. Eine allgemeine Schulpflicht gibt es in Indien nicht. Dem Kreislauf der Armut können diese Kinder normalerweise nicht entrinnen. Doch mit Unterstützung der kleinen Organisation H.E.L.G.O.(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) (Help for Education and Life Guide Organisation) haben zumindest einige von ihnen die Chance auf Schulbildung und einen Beruf.

 

Helgo Meyer-Hamme kümmert sich mit seiner gemeinnützigen Hilfsorganisation an mehreren Standorten in Kalkutta um rund 200 Kinder: "Bei meiner freiwilligen Arbeit in verschiedenen Ambulanzen hat mich das ausweglose Schicksal der Kinderarbeiter immer sehr berührt. Deshalb begann ich nach Lösungen zu suchen, zumindest einigen eine Zukunft zu ermöglichen."

 
Kinderarbeit in Indien. Quelle: ZDF
ZDF
In der Schule erhalten die Kinder Bildung und Essen.
 

Den Ärmsten der Armen helfen

Die durch Spenden betreuten Kinder sind keine Arbeiter mehr. Ihre Familien erhalten monatlich einen Lohnausgleich in Form von Lebensmitteln. Die Kinder besuchen morgens eine öffentliche Schule, anschließend erhalten sie eine warme Mahlzeit, oft ist es die einzige Mahlzeit am Tag. Helgo Meyer-Hamme, der seit fast zwanzig Jahren regelmäßig nach Indien fährt, hat den Sinn seines Lebens darin gefunden, den Ärmsten der Armen zu helfen.

Das Special zum Buß- und Bettag soll zum Nachdenken über unsere gesellschaftliche und individuelle Verantwortung anregen. Dieser kirchliche Feiertag ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben. Autor Jobst Thomas, reflektiert vor diesem Hintergrund den Gedanken des Buß- und Bettages, und begleitet Helgo Meyer-Hamme nach Indien.

 
 

Sendungsinformationen

Mittwoch, 18.11.2009 17:45 - 18:00 Uhr

VPS 18.11.2009 17:45

Länge: 15 min

Dokumentation, Deutschland, 2009

  • 16 zu 9
  • Untertitel