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13. Februar 2012
 

Dokumentation

 
 
Rückblick: Dokumentation vom 01.11.2009
Nina Ruge im Gespräch mit Erzbischof Robert Zollitsch

Hölle, Tod und Ewigkeit

Allerheiligen mit Nina Ruge

Die Feiertage Allerheiligen und Allerseelen sind aufs Engste mit dem Gedenken an Verstorbene und Heilige verbunden. Die Heiligen sind im Himmel; für die Verstorbenen hofft man ebenfalls, dass sie dort sind - zumindest ist es bei den Katholiken so.

Nina Ruge begibt sich auf die Spur der "Letzten Dinge". Was kommt nach dem Tod? Gibt es die Hölle wirklich? Was hat es mit dem Jüngsten Gericht und dem Fegefeuer auf sich, von dem in den Predigten über Jahrhunderte die Rede war? Nina Ruge spricht darüber mit dem Freiburger Erzbischof und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch. Der ist überzeugt, dass die Hölle existiert.

Allerdings, so Zollitsch, gebe es zumindest die Hoffnung, dass Gott dem Menschen bis zuletzt die Möglichkeit gibt, sich zu ihm zu bekehren und damit in den Himmel zu kommen. Allerdings nehme Gott die Freiheit des Menschen ernst, der sich daher auch ganz verweigern kann. Dennoch, so der Erzbischof, ist die Botschaft des Christentums keine Drohbotschaft sondern eine "Frohe Botschaft", denn sie verheißt, dass nach dem Tod ein Ewiges Leben komme. Daran erinnerten auch die Feiertage Allerheiligen und Allerseelen.

Beim Jugendwerk Oberrimsingen des Caritasverbands des Erzbistums Freiburg trifft Nina Ruge Jugendliche, die so etwas wie die "Hölle auf Erden" erlebt haben - sei es im Elternhaus durch Misshandlung oder während der eigenen kriminellen Vergangenheit.

Die Erziehungshilfeeinrichtung ist für die jungen Männer oft der letzte Ausweg, wenn es heißt: Knast oder Oberrimsingen. Für viele, wie den 16-jährigen Salah, bietet das Jugendwerk einen Weg aus der "dunklen Vergangenheit" in eine positive Zukunft mit Schulabschluss und Berufsausbildung. Im Gespräch mit Nina Ruge erzählt Salah von seinem Weg vom Schulverweigerer zum motivierten Auszubildenden als Zimmermann.

"Wenn man es schafft, den Jugendlichen Selbstwertgefühl zu vermitteln, dann führt der Weg im Jugendwerk meist zum Erfolg." Diese Erfahrung macht Schlossermeister Otmar Trendle. Vor zehn Jahren gab er seinen Job als Abteilungsleiter mit über 40 Mitarbeitern in einem Industriebetrieb auf, um sich um die Sorgenkinder in Oberrimsingen zu kümmern.

Nina Ruge spricht mit ihm über seine Arbeit mit den jungen Menschen, die, wie der 56-Jährige berichtet, oft zum ersten Mal die Erfahrung machen, dass ihnen jemand zuhört, sie ernst nimmt und ihre Leistungen würdigt. "Ich bin Chef, aber auch Kumpel und oft Vater für die Jungs. Wenn man drei Jahre intensiv miteinander arbeitet, bleiben Konflikte natürlich nicht aus; aber irgendwann kommt meist der Zeitpunkt, da bröckelt die Mauer und die Jugendlichen kommen aus ihrer Verschlossenheit heraus. Dann ist es schön für mich zu sehen, wie sie ihren Weg gehen, den Abschluss machen und draußen eine Arbeit finden."
 
 

Sendungsinformationen

Sonntag, 01.11.2009 17:50 - 18:05 Uhr

VPS 01.11.2009 17:50

Länge: 15 min

  • 16 zu 9
  • Untertitel